{"id":803,"date":"2015-07-03T20:48:59","date_gmt":"2015-07-03T18:48:59","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.220.113\/wordpress\/?p=803"},"modified":"2015-07-12T09:47:56","modified_gmt":"2015-07-12T07:47:56","slug":"insulin-und-glucagon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.target10a.com\/magazin\/2015\/07\/03\/insulin-und-glucagon\/","title":{"rendered":"Insulin und Glucagon"},"content":{"rendered":"<h2>Das Hormon Insulin und sein wichtigster Gegenspieler Glucagon.<\/h2>\n<p>Um seine Ern\u00e4hrung f\u00fcr das Klettern zu optimieren oder eine Di\u00e4t erfolgreich zu bestreiten, ist etwas Hintergrundwissen zu den Hormonen Insulin und Glucagon hilfreich. Au\u00dferdem wirst du beim Thema Di\u00e4t st\u00e4ndig auf den Begriff Insulin sto\u00dfen. Daher soll in diesem Artikel das wichtigste zu diesen zwei Hormonen erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n<h2>Insulin<\/h2>\n<ul>\n<li>Hauptaufgabe: Senken des Blutzuckerspiegels (als einziges Hormon dazu f\u00e4hig)<\/li>\n<li>bringt andere K\u00f6rperzellen dazu N\u00e4hrstoffe aus dem Blut aufzunehmen<\/li>\n<li>anabole Wirkung (Muskelaufbau und Fettaufbau)<\/li>\n<li>wichtig f\u00fcr die Regeneration und Muskelaufbau<\/li>\n<li>wird von der Bauchspeicheldr\u00fcse produziert<\/li>\n<li>Gegenspieler von Glucagon<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insulin ist ein Stoffwechselenzym, ein Transport- und Speicherhormon, welches in der Bauchspeicheldr\u00fcse gebildet wird. Gemeinsam mit seinem wichtigsten Gegenspieler, dem Hormon Glucagon, regelt es den Blutzuckerspiegel.<\/p>\n<p>Insulin wird ausgesch\u00fcttet, wenn du etwas isst. Kohlenhydrate haben dabei die gr\u00f6\u00dfte Wirkung. Je einfacher die Molek\u00fclstruktur der Kohlenhydrate ist, desto h\u00f6her die Insulinaussch\u00fcttung. Bei Einfachzucker, wie er in S\u00fc\u00dfigkeiten enthalten ist, entsteht daher eine sehr hohe Freisetzung von Insulin. Durch den Zucker, der nach der Verdauung im das Blut als Maltose, Isomaltose und Glukose vorliegt, wird der Blutzuckerspiegel erh\u00f6ht.\u00a0 Insulin reagiert darauf und versucht nun den Blutzuckerspiegel wieder zu senken, indem es andere K\u00f6rperzellen dazu bringt, Glukose (also Zucker) aus dem Blut aufzunehmen. Aus der Glukose k\u00f6nnen die Zellen bei Bewegung Energie bilden. Im Rahmen einer kohlenhydratreichen Mahlzeit speichert Insulin die Kohlenhydrate in den begrenzten Energiespeichern, den Glykogenspeichern. Diese sind Leber und Skelettmuskulatur. \u00dcbersch\u00fcssige Kohlenhydrate, die nicht in die Glykogenspeicher passen, werden in Fett umgewandelt. Solange das Hormon aktiv ist, wird der Fettabbau verhindert.<\/p>\n<p>Das Hormon hat damit zwei Seiten: die anabole\/aufbauende und die katabole\/hemmende Seite.<br \/>\nSomit f\u00fchrt das Insulin einerseits in Bezug auf die Muskulatur zu einer Glykogenbildung als auch zu einer Eiwei\u00dfaufnahme in den Muskelzellen (diesen Effekt wollen wir als Sportler nat\u00fcrlich) und hemmt gleichzeitig den Glykogen- und Eiwei\u00dfabbau in der Muskulatur. Das Gleiche passiert in der Leber als Energiespeicher. Auch hier wird St\u00e4rke gebildet, aber eben auch gleichzeitig der Glykogen &#8211; und Fettabbau gehemmt (das soll nat\u00fcrlich m\u00f6glichst wenig passieren). Dies ist auch ein Grund, warum zwischen den Mahlzeiten idealerweise 4-5 Stunden liegen sollten: Nach drei bis vier\u00a0 Stunden ist das Insulin nicht mehr aktiv und der K\u00f6rper kann wieder Fett abbauen.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns also ein Hormon mit zwei Seiten. Daher ist es f\u00fcr uns wichtig die Kohlenhydrate zur rechten Zeit in richtiger Kombination zu essen, um die guten Seiten der Insulinproduktion, wie Muskelaufbau und Regenerationsf\u00e4higkeit zu steigern und die negativen Seiten wie Fetteinlagerung und Blockade des Fettabbaus zu weitgehend zu verhindern.<\/p>\n<h2>Glucagon<\/h2>\n<ul>\n<li>Hauptaufgabe: Erh\u00f6hung des Blutzuckerspiegels<\/li>\n<li>wandelt Glykogen in Blutzucker um<\/li>\n<li>kann aus Eiwei\u00df und Fett Zucker herstellen (Glukagon-Neogenese)<\/li>\n<li>Wird gebildet bei: Blutzuckerabfall oder auch nach einer proteinreichen Mahlzeit<\/li>\n<li>katabole Wirkung (Glykogenabbau und Fettabbau)<\/li>\n<li>wird von der Bauchspeicheldr\u00fcse produziert<\/li>\n<li>Gegenspieler von Insulin<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Abfallen des Blutzuckerspiegels und der Verzehr von Eiwei\u00df f\u00fchren zu einer Erh\u00f6hung des Glucagonspiegels. Glucagon ist ein Mobilisierungshormon und der direkte Gegenspieler des Insulins.<\/p>\n<p>Einfach erkl\u00e4rt: Glucagon sagt den Fettzellen, dass Energie ben\u00f6tigt wird und dass sie freigegeben werden soll. Glucagon sorgt auf diesem Wege auch f\u00fcr eine Stabilisierung des Blutzuckerspiegels, denn es wird auch dann ausgesto\u00dfen, wenn der Blutzuckerspiegel zu stark sinkt. In der Folge wird die durch Insulineinwirkung als Glykogen gespeicherte Energie wieder in Glukose umgewandelt und steht dem K\u00f6rper zur Verf\u00fcgung. Au\u00dferdem kann es aus k\u00f6rpereigenen Eiwei\u00dfen, Eiwei\u00dfen aus der Nahrung und aus den Bindungselementen (Glyceriden) des Speicherfetts Glukose herstellen. Diese sogenannte Gluco- Neogenese ist ideal, solange der Zucker nicht aus dem Muskeleiwei\u00df hergestellt wird, sondern aus Fett oder Nahrungseiwei\u00df. Um dies zu erreichen, sollte immer genug Protein mit dem Essen aufgenommen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Hormon Insulin und sein wichtigster Gegenspieler Glucagon. 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