Video – Was bringt Joggen fürs Klettern?

Video von target10a auf youtube vom 24.09.2017

Bringt Joggen was fürs Klettern? Um diese Frage dreht sich dieses Video! Die Kernaussagen sind:

  • Joggen stärkt das Herzkreislaufsystem und die Ausdauer fürs laufen
  • Beim Klettern (und im geringeren Maße beim Bouldern) brauchen wir aber die lokale Kraftausdauer in den Unterarmen
  • Joggen steigert daher NICHT die lokale Kraftausdauer in den Unterarmen beim Klettern
  • Es gibt aber noch andere positive Wirkungen durch das Laufen, welche sich auch für Kletterer günstig auswirken:
    • Die Stärkung des Herzkreislaufsystems (kardiovaskuläre System) ermöglicht insgesamt härter zu trainieren und so das Trainingsvolumen zu steigern
    • Joggen ist eine Ausgleichssport zum Klettern/Bouldern, da der Unterkörper (Knie- und Hüftgelenke) moderat belastet wird
    • Joggen/Laufen verbraucht Energie und Steigert den Stoffwechsel und hilft somit beim schlank bleiben/werden
    • Durch das Joggen kann eine aktive Regeneration betrieben werden
    • Mentale Entspannung
    • Unterstützung bei einer Diät

Willst du z.B. 45 Minuten pro Woche ins Klettertraining investieren kannst du 45 Minuten Joggen, oder aber du machst macht

  • eine gute Athletik und Stabilisationseinheit zu 45 Minuten
  • oder 3 Beweglichkeitseinheiten zu je 15 Minuten
  • oder eine spezielle Kraftausdauereinheit fürs Klettern

Es sei denn:

  • Joggen macht dir einfach Spaß
  • Du trainierst parallel zum Klettern noch für andere Sportarten, wo das kardiovaskuläre System wichtig ist
  • Dein BMI ist überdurchschnittlich hoch und du willst durch das Joggen den Fettabbau unterstützen

Andere Stimmen:

 

Link zu einem Start in ein Training mit Plan: Vom „nur Klettern“ zum Klettertraining mit Plan

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15 Gedanken zu „Video – Was bringt Joggen fürs Klettern?

  • 27. November 2017 um 22:58
    Permalink

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hormesis, siehe hier „Mitohormesis“:
    Wer Ausdauersport macht, bleibt gesünder. Ziemlich wichtig, vor allem in der aktuelle Witterung – hatschi 🙂

    Holger, die sehr kurzen Sprints probiere ich mal zwei Monate lang aus. Woran merkt man den Einfluß?

    Antwort
    • 4. Dezember 2017 um 17:21
      Permalink

      Hi Yogy! Dein Beitrag ist leider im Spam Ordner gelandet. Deswegen erst jetzt die Veröffentlichung hier – Sorry!

      Antwort
    • 5. Dezember 2017 um 21:22
      Permalink

      Hallo yogy,

      beim laufen ganz einfach, in dem du über die Distanzen schneller wirst oder es dir leichter fällt konstant gleiche Zeiten zu laufen. Also am besten auf einer Laufbahn machen und mit Begleitung sind die Pausen viel zu kurz. Die ersten Effekte merkst du so bei vier Wochen, dann bei sechs bis acht Wochen solltest du richtig in Gang kommen. Es macht dann schon Sinn noch mal vier Wochen dranzuhängen.

      Beim klettern habe ich gemerkt das ich schnelle Züge am Campusboard immer besser umsetzen kann, z.B. 3, 6 10. Ich bin auch explosiver geworden und kann meinen Puls schneller mobilisieren, wobei ich aus dem Ausdauersport komme und einen recht großen trägen Motor habe.

      Mann sollte aber darauf achten, nur in zwei Bereichen zu laufen. 1. richtig langsam mit Puls unter 130. 2. kurz und knackig, wobei auch hier das ein und auslaufen langsam sein sollte.

      Viel Spaß

      Antwort
  • 22. November 2017 um 7:18
    Permalink

    Hallo Christoph,

    daher hatte ich in meinen Beiträgen auch geschrieben, dass es andere Trainingsformen brauch um Synergieeffekte für das klettern herzustellen.

    Klar ist das nur die Muskeln trainiert werden, die man auch im Training benutzt. Wie im Video erwähnt sind die wichtigsten Muskeln die oberen Extremitäten.

    Aber es gibt auch weitere Trainingsformen, mit denen man im Bereich der Energiebereitstellung weitere positive Effekte für das Klettern adaptieren kann.

    Allen eine sturzfreie Zeit und dicke Arme …

    Antwort
  • 20. November 2017 um 21:24
    Permalink

    Hallo Christoph,

    bei deinem Experiment werden die Jogger verlieren. Der Grund ist das Training im Mischstoffwechsel, kein spezifisches Training sondern nur Junk Miles.

    Daher, entweder richtig langsam um die Oxidation der Fette und dadurch die Grundlagen der Energiebereitstellung zu stärken. Oder die von mir beschriebene Einheiten, in der ersten geht es um Belastungen aus dem Kreationphospat. Die zweite um die Verstoffwechselung von Laktat zur Energiebereitstellung zu verbessern.

    Antwort
    • 20. November 2017 um 22:10
      Permalink

      Hallo Holger,

      dann will ich aber an dieser Stelle noch mal anmerken, dass mein Video übers Joggen geht (und nicht über HIIT, Tempoläufe, Sprints…)!

      Antwort
  • 20. November 2017 um 17:27
    Permalink

    Ich für meinen Teil gehe davon aus, daß die Person/Gruppe dreimal die Woche Training für Klettern oder Boulder betreibt(inklusive der Klettertage) und einmal zusätzlich eine Ausdauereinheit absolviert. Mit Ausdauereinheit ist dann auch laufen im G1 oder G2 Bereich und gemeint. Nicht im kom. Bereich. Das wäre dann für mich interessant, ob sich die Leistung der Person oder Gruppe mit Ausdaueranteil mehr steigert.

    Antwort
  • 20. November 2017 um 17:17
    Permalink

    Folgende Untersuchung wäre interessant:
    1. Man wählt eine Menge (40 Stk.) von Boulderern aus, die bisher alle zwei Mal pro Woche Bouldern gehen, aber sonst keinen weiteren Sport betreiben.
    2. Diese Boulderer lässt man dann einen Kraftausdauertest an einer Treadwall (http://brewerfitness.com/index.php/commercial-fitness/treadwall) oder Climbstation (http://www.climbstation.com/) machen. Das sollte schön messbare Ergebnisse erzielen.
    3. Nun teilt man alle Boulderer in zwei zufällige Gruppen auf und lässt sie 6 Wochen lang neben den gewohnten zwei Bouldereinheiten eine weitere Einheit machen:

    A) Gruppe 1 macht ein Kraftausdauertraining mit Seil (Im Toprope vier Serien von jeweils drei 12 Meter langen Routen. Die drei Routen hintereinander ohne Pause. Zwischen den 4 Serien eine Pause von 8 Minuten. Schwierigkeitsgrad: 2 ganze UIAA Stufen unter der Onsight-Leistung)

    B) Gruppe 2 geht 50 Minuten lang joggen.

    4. Nach Ende der 6 Wochen macht man wieder den Eingangstest für die Kraftausdauerleistung an der Treadwall .

    Diese wissenschaftliche Untersuchung wäre Interessant! Was glaubt ihr, wie würde der Test nach 6 Wochen ausgehen?

    Meiner Vermutung und Erfahrung nach würde Gruppe 1 eine deutliche Verbesserung bei dem Test erzielen, während Gruppe 2 sich kaum verbessern dürfte.

    PS: Und bitte nicht falsch verstehen: Ich bin kein „Jogging-Hasser“. Im Gegenteil, ich bin schon immer regelmäßig gelaufen und werde es auch weithin tun! 🙂

    Antwort
  • 20. November 2017 um 17:11
    Permalink

    Die Länger der Sprint´s max. 15 sec. Bei zu langer dauer des Sprint fängt der Körper an Laktat zu produzieren, was dann für das Ziel das man mit einem Sprint erreichen will nicht förderlich ist.

    Antwort
  • 20. November 2017 um 17:04
    Permalink

    @ all: Danke für die interesanten Beiträge.

    Ich persönlich gehe hauptsächlich 6-7 km Laufen mit Sprints <5min drin, weil es mir kopfmäßig gut tut und ich das Gefühl habe, dass die Sprints den pumpigen Ausdauerpassagen in Routen ein bischen ähneln. Frage: Wie seht diese Sprintlänge?

    Ab und zu Mountainbiken für ein paar Stündchen ist geil und erhält gefühlt die Kapazität meiner "Ganztagesbatterie" auch fürs Klettern. Außerdem will man sich ja am ein oder anderen Ruhetag auch bewegen :).

    Antwort
  • 20. November 2017 um 11:08
    Permalink

    Ich muß Holger zustimmen. Ich bin auch der Meinung, daß ein gut trainiertes Energiesystem im aeroben wie auch im anaeroben Bereich auch für das Klettertraining von großem Vorteil ist. Außerdem vergrößern sich wie Holger auch schon schreibt durch das z. B. Sprinttraining die ATP Speicher, was auch beim Training für das Klettern sehr von Vorteil ist.

    Antwort
  • 8. November 2017 um 22:32
    Permalink

    Eric Hörst schreibt in seinem „Training for Climbing“ auf Seite 16:

    „… For instance, running produces favorable adaptions in the leg muscles and the cardiovascular system. But the muscles and systems not stressed show no adaptions, so even heroic amounts of running will produce no favorable changes in, say, the arms. Of course, the adaptions that result from running do transfer somewhat to other activities that depend on the same body parts and systems (such as mountain biking or hiking) …“

    Antwort
  • 8. November 2017 um 12:47
    Permalink

    Hallo Christoph,
    deine Aussagen sind ja richtig, gehen aber von der Richtung weg, die ich Angesprochen habe. Mir ging es um die Energiebereitstellung und sich daraus ergebende Synergieeffekte.

    Dieses betrifft dann hautsächlich zwei Bereiche.
    1. Die alaktazide Energiebereitstellung (keine Bildung von Laktat) aus dem ATP, was sich wunderbar mit sehr kurzen Sprints (30-60m) mit vollständiger Erholung (>3 Minuten) trainieren lässt.

    2. Den Bereich der anaeroben Energiebereitstellung im sauren Bereich mit unvollständiger Erholung, hier wird bei jeder Wiederholung immer mehr Laktat angehäuft. Also 30-60 Sekunden volle Belastung mit nur 2 Minuten Erholung.

    Wenn der Körper diese Formen der Energiebereitstellung beim Laufen gelernt hat, kann er sie beim Klettern auch anwenden.

    Mit sportlichen Grüßen aus dem Schwarzwald
    Holger

    Antwort
  • 23. Oktober 2017 um 18:49
    Permalink

    Hallo Christoph,
    eine mutige Aussage von einem Quereinsteiger und ehemaligen Hochleistungssportler in technischen und anaeroben Sportarten mit viel Schnelligkeitsanteilen. Von deiner aeroben Kapazität können die meisten Normalbürger und Kletterer nur träumen können.

    Ich denke man sollte deine Aussage individueller betrachten. Grundsätzlich trainiert joggen doch die Energiebereitstellung und desto ausgeprägter die funktioniert, desto leistungsfähiger ist der menschliche Körper. Auch wird eine Übersäuerung der Unterarme so besser ab gepuffert und der Körper wird länger mit ausreichend Sauerstoff und Energie versorgt, also die Ermüdung setzt später ein.

    Ich denke das ein solides langsames Grundlagetraining (Energiebereitstellung), mit einer abschließenden Sprintserie über 100m (Schnellkraft) und ausreichender Pause (min. 2 Minuten) die meisten Kletterer weiter bringen kann.

    Antwort
    • 4. November 2017 um 23:36
      Permalink

      Hallo Holger,

      freut mich, dass du dir mein Video angeschaut hast! Konstruktive Kritik
      und Diskussionen um die Themen sind immer willkommen!

      Zur Sache:
      Ich sage auch nicht das Joggen gar nichts bringt, sondern zähle einige
      positive Auswirkungen fürs Klettern auf wie:

      * Die Stärkung des Herzkreislaufsystems (kardiovaskuläre System)
      ermöglicht insgesamt härter zu trainieren und so das
      Trainingsvolumen zu steigern
      * Joggen ist eine Ausgleichssport zum Klettern/Bouldern, da der
      Unterkörper (Knie- und Hüftgelenke) moderat belastet wird
      * Joggen/Laufen verbraucht Energie und Steigert den Stoffwechsel und
      hilft somit beim schlank bleiben/werden
      * Durch das Joggen kann eine aktive Regeneration betrieben werden
      * Mentale Entspannung
      * Unterstützung bei einer Diät

      Aber: Joggen steigert daher NICHT die lokale Kraftausdauer in den
      Unterarmen beim Klettern.

      Und: Es gibt fürs Klettern/Boulder erst mal wichtigere
      Trainingsbestandteile wie

      1. Athletik und Stabilisation
      2. Beweglichkeit
      3. Trainingsboard oder Systembouldern für Fingermaximalkraft
      4. evtl. noch weitere…

      Will man z.B. 45 Minuten pro Woche ins Klettertraining investieren kann
      man 45 Minuten Joggen, oder aber man macht

      * eine gute Athletik und Stabilisationseinheit
      * oder 3 Beweglichkeitseinheiten zu je 15 Minuten
      * oder eine spezielle Kraftausdauereinheit fürs Klettern

      Es sei denn:

      * Joggen macht dir einfach Spaß
      * Du trainierst parallel zum Klettern noch für andere Sportarten, wo
      das kardiovaskuläre System wichtig ist
      * Dein BMI ist
      überdurchschnittlich hoch und du willst durch das Joggen den
      Fettabbau unterstützen

      Andere Stimmen:

      * Björn Alber auf 8a.nu: Running can be counterproductive
      * Dave MacLeod in 9 von 10 Kletterern machen die gleichen Fehler:
      Kapitel „Beim Klettern spielt das Herz-Kreislaufsystem keine große Rolle“

      Ich habe die Antwort auch gleich teils oben in den Artikel mit eingebracht!

      Danke und viele Grüße
      Christoph

      Antwort

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